Keller trocken & dicht = Alte Bausubstanzen erhalten, neue für die Zukunft sichern!
Die Art der Wasserbelastung
ist entscheidend für die Auswahl des Abdichtungssystems an Neu- und Altbauten. Die Auswahl der Abdichtungssysteme für die Neubauabdichtung ist abhängig von der Beanspruchung und dem Lastfall.
Bodenfeuchte ist im Erdreich vorhandenes, kapillar gebundenes und durch die Kapillarkräfte auch entgegen der Schwerkraft fortleitbares Wasser. Bodenfeuchte ist als Mindestbeanspruchung im Boden immer vorhanden. Ferner zählt dazu das von Niederschlägen herrührende, nicht stauende Wasser (Sickerwasser). Mit dem Lastfall darf nur gerechnet werden, wenn das Baugelände bis zu einer ausreichenden Tiefe unter der Fundamentsohle und auch das Verfüllmaterial der Arbeitsräume aus nicht bindigen Böden, zum Beispiel Sand, Kies, bestehen.
Voraussetzung ist, dass die nicht bindigen Böden für in tropfbar-flüssiger Form anfallendes Wasser so durchlässig sind, dass es ständig von der Oberfläche des Geländes bis zum freien Grundwasserstand absickern kann und sich auch nicht vorübergehend, beispielsweise bei starkenNiederschlägen, aufstaut. Dies fordert einen Durchlässigkeitsbeiwert des Bodens (k) von mind. 0,1 mm/sec bzw. eine Dränung.
Bodenfeuchte
Gut durchlässige Sand- und Kiesböden. Das Wasser staut nicht, gelangt nicht tropfbar-flüssig an den Baukörper und sickert lotrecht ab. Dränschicht nicht erforderlich.
Nicht stauendes Sickerwasser mit Dränung
Schlecht durchlässiger Boden mit Bildung von Stauwasser bzw. Hanglage. Dränung erforderlich.
Aufstauendes Sickerwasser / Drückendes Wasser
Böden mit Grundwasser, das von allen Seiten ständig oder zeitweise einen hydrostatischen Druck ausübt, auch betonangreifend.
Zu dem drückenden Wasser gehört auch das zeitweise stauende Stickerwasser in bindigen Böden ohne Dränage.